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Sonntag, 27. Mai 2012

Text, der gelesen werden will!

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"Frauen sind schwächer als Männer. Deshalb sind sie in der freien Wildbahn auf männliche Beschützer angewiesen" und  
"Da Frauen sprachlich unbegabter sind, können sie sich auch nur eingeschränkt verbal wehren." 
(Zitat: http://bloganddiscussion.com/frauenhaus/1827/verweibung-und-der-verlust-der-meinungsfreiheit/)

Diese Sätze haben mich heute sehr schockiert. Dass Leute wirklich so denken, davon überzeugt sind und das Ganze auch noch öffentlich im Internet propagieren, das hätte ich nicht geglaubt. Bis ich heute durch einen Tweet darauf gestoßen bin.
Dieser Blog, der nach eigener Aussage "Von Frauen. Für Frauen." gemacht ist, beschreibt sich als  "Nicht-religiöser mitte-links Ratgeber zur Häuslichen Gewalt, Rolle der modernen Frau und Vereinbarkeit von Beruf und Familie"
Von Frauen, für Frauen? Das ist für mich, wenn es denn stimmt, das Gravierendste an der ganzen Sache. Wie kann man sich selbst nur so dermaßen in diese Rolle drängen?

Ich weiß ja nicht, wie ihr dazu steht. Der Großteil meiner Leser ist weiblich und hat dazu sicher eine eigene Meinung. Meiner Meinung nach jedoch sollte sich so ein Frauenbild in der Gesellschaft nicht weiter durchsetzen, zumal es absolut nicht der Wahrheit entspricht!

Man nehme deren Aussage: "(....) fast alles, was Frauen sagen,(...) hat irgendetwas mit den üblichen harmlosen Frauenhobbies zu tun (putzige Katzenvideos, Party, Arztromane, Shoppen, Mode, Celebrity-Liebesaffären…)".
In meinem persönlichen Umfeld haben wir sicher wichtigere Themen als Arztromane (habe bisher noch keinen einzigen gelesen) und über Celebrity-Liebesaffären kann man als ernstzunehmendes Thema ja wohl nur lachen.

Uns wird also vorgeworfen, mit uns könne man nicht über fundierte Themen diskutieren. Wir würden uns dafür nicht interessieren und wir könnten uns sowieso nicht angemessen artikulieren. Gut zu wissen. Und mich beruhigt es zu wissen, dass in meinem Freundeskreis nicht so gedacht wird.

Auf diesem Blog wird gnadenlos pauschalisiert. Und ein Artikel toppt den anderen in Sachen Dreistigkeit. Fast schon süß, dass ihre Anliegen folgendermaßen beschrieben werden:
"
  • ein gesundes Geschlechterverhältnis
  • Männer und Frauen als sich ergänzende und einander helfende Partner
  • glückliche Kinder
  • ein Gesellschaftssystem im Einklang mit den natürlichen Bedürfnissen von Männern und Frauen und Kindern"

(Quelle: http://bloganddiscussion.com/frauenhaus/imprint/)

Meine Ausführungen hierzu haben sich bisher ausschließlich auf einen einzigen Artikel bezogen. Wer sich mit weiteren dieser Art beschäftigen wird, wird feststellen, dass es nicht nur zu diesem Thema hier Diskussionsbedarf gibt. 

Habt ihr auch eine Meinung dazu? Können wir beweisen, dass wir in keinster Weise bei Meinungsfreiheit versagen? (Obwohl man solchen Menschen eigentlich absolut nicht beweisen muss...) Oder Männer: Wie steht ihr dazu?


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Kommentare:

  1. Ich glaube, dass heute der grösste Teil der Frauen nicht so denkt. :) Ich tue es jedenfalls nicht. Von Bianca zu Bianca :P auf solche Foren schreiben eher die Frauen was, die eben so eingeschränkt und klischeehaft denken... Schöner Post!

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  2. wichtiger post, wie ich finde!
    "Frauen sind schwächer als Männer (...)" und "Frauen sind sprachlich unbegabter (..)" , bitte?!
    das ist doch ein total veraltetes gesellschaftsbild, in das sich doch keine frau selbst zu stecken würde! dachte ich.
    wir haben nur typisch harmlose frauenhobbies? selbst wenn da realistische themen stehen würden, warum sollten männer wichtigere o. richtigere themen haben?
    da haben die lieben damen wohl was in sachen emanzipation der frau verpasst.
    lg, celine

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    1. Es geht in erster Linie nicht darum, wo man sich selbst gern einordnen würde...wer/wie man ist ist dem eigenen Wünschen übergeordnet, auch wenn man in gewissen Grenzen Einfluß darauf nehmen kann.

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  3. ich habe mir gerade mal diesen Artikel durchgelesen, in dem es um die "weibliche Geistesminderwertigkeit" geht, und ich war ziemlich schockiert. Dieser Blog ist auf keinen Fall von einer Frau geschrieben, ganz ehrlich, das klingt nach einem fanatischen Frauenhasser, der nicht damit zurecht kommt, dass Frauen in der heutigen westlichen Gesellschaft gleichgestellt sind und als "gleichwertig" angesehen werden, der versucht sich fadenscheinige Erklärung und Begründung zurecht zu legen, um weiterhin auf der Meinung beharren zu können, dass Frauen minderbemittelt und nutzlos für die Gesellschaft sind, und nur als Mütter und Ehefrauen von Wert sind. Ganz ganz schlimm, was da geschrieben wird, da kommt bei mir gleich der ganz für eine Fraun untypische Widerwillen und Kampfesgeist auf...

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    1. Gleichstellen wäre doch garnicht nötig bei jemandem, der "gleichwertig" ist, denn dort würde sich die Gleichstellung ganz ohne Einfluß von außen selbst ergeben (gleiche Rechte vorausgesetzt)...oder meinst Du "gleichberechtigt"? Für Gleichberechtigung wäre ich auch, diese scheint mir aber, allerdings zum Nachteil der Männer, nicht gegeben zu sein.

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  4. ach ja und das war der Artikel: http://bloganddiscussion.com/frauenhaus/369/frauen-maenner-intelligenzunterschiede/

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  5. Nunja, aber wenn die gesamte Geschichte der Menschheit als Beweis nicht reicht - man drückt sich auf dieser Seite doch sehr differenziert aus und erklärt es mehr als hinreichend - dann weiß ich auch nicht wie ich es Dir begreiflich machen soll.

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Sahnehäubchen sind natürlich immer gerne gesehen :)