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Montag, 6. Januar 2014

Im Vatikan backt man Freundschaftsbrot.

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Was die im Vatikan können, das können wir schon lange. Das dachte ich zumindest als mir meine Mutter zwei Teiglinge "Vatikanbrot" mit in den Koffer packte. "Den habe ich von unserer Nachbarin. Wollt ihr den vielleicht in der WG backen?" Ich wollte! Denn damit kamen Erinnerungen an die gute alte Grundschulzeit wieder zu Tage. Damals in der zweiten Klasse war das der Trend. Da hieß der Teig Hermann und JEDER wollte ihn haben. Heute nur noch vergleichbar mit UGG Boots oder Longchamp Taschen. Mit dem Unterschied, dass von dem Brot tatsächlich jeder was hat.
Der Teigling wird nach Anleitung über eine Woche lang gefüttert. Damit ist er wie das kleine Haustier, das ihr immer haben wolltet, aber euer Vermieter nicht erlaubt. Oder wie ein Tamagotchi. Nennt es wie ihr wollt - Fakt ist: Nach einer Woche wird der Teig geviertelt. Einen Teil backt ihr selbst zu einem leckeren Kuchen/Brot und die anderen drei Teile verschenkt ihr an Freunde und Bekannte. Deshalb nennt man dieses Brot auch Friendship Bread. Ich mag die Idee dahinter. Einfach etwas schenken, wovon man etwas hat (Essen!) und was man sogar noch weiter verschenken darf.
Weil es sehr schwer ist an einen Teigling heranzukommen, wenn gerade keiner herumgeht, habe ich euch das Grundrezept herausgesucht. Im folgenden Absatz findet ihr also das Grundrezept PLUS Brief, in dem ihr alle Anweisungen plus Backvorschlag finden werdet. Viel Spaß dabei und lasst mich wissen, was aus eurem Friendship-Bread geworden ist :)
_DSC08404_870Grundrezept:
150 ml Milch
150 g Zucker
150 g Mehl

1. Am ersten Tag 100 ml Milch mit 100 g Zucker verrühren. Den Teig nicht in den Kühlschrank stellen und nur leicht (mit einem Küchentuch) abdecken. Zum Rühren nur einen Löffel aus Holz oder Plastik verwenden. Der Teig mag nämlich kein Metall.

2. Am zweiten Tag 100 g Mehl dazugeben, glattrühren und wieder ruhen lassen.

3. Am dritten Tag 50 ml Milch, 50 g Zucker und 50 g Mehl hinzugeben, verrühren und ruhen lassen.

4. Am vierten Tag ein Mal umrühren, dann wieder ruhen lassen.

Ab jetzt tun wir so als hätten wir den Teig geschenkt bekommen.
Folgen wir also dem Brief!

(Anstatt 'Montag', 'Dienstag', etc. könnt ihr euch auch einfach denken: '1. Tag', '2. Tag', etc)
Vatikanbrot_Rezept
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Kommentare:

  1. awww, den kenn ich auch noch! Meine Mama hatte den früher auch oft, den hahb ich so gern gegessen. Der den ich kenne, sieht aber tatsächlich eher aus wie Kuchen, nicht wie ein Brot.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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    1. Ja, da gibt es verschiedene Rezepte. Je nachdem, was man dann noch in den Grundteig packt :) Aber er schmeckt top :)

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  2. Das Brot ist echt eine super Idee! :)

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  3. Das ist ja mal interessant, davon habe ich noch nie gehört. Ich habe den Artikel gerade meiner Sis gezeigt und sie hat vor ein paar Wochen davon im Kollegenkreis auf der Arbeit gehört (mit Kuchen). Find ich irgendwie echt cool!

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Sahnehäubchen sind natürlich immer gerne gesehen :)