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Mittwoch, 2. Dezember 2015

Wochenmitte. Was war denn das?

Ja hallo, der Tag gestern - also der war ja mal nix. So gar nix. So überhaupt nicht. Ich möchte fast behaupten, das war gar kein offiziell stattgefundener Tag, das war ein Fehler in der Matrix. Der Tag gestern ist sicher aus irgendeinem geheimen System gerutscht und sollte eigentlich unter Verschluss bleiben. Wieso ich sowas behaupte? Na, was würdet ihr denn sagen, wenn ihr einen Tag erlebt, an dem ihr euch mehrmals fragt "träum ich?" oder euch sicher seid "verdammt, das ist nur rational damit zu erklären, dass ich noch schlafe."
Gestern war alles etwas wilder als normalerweise. Deshalb hängt mir der Tag auch heute noch nach. Er steckt mir quasi in den Knochen, ich spür ihn noch. Gott sei Dank ist heute Mittwoch. Wüsste sonst nicht, wohin mit diesen wirren Gedanken. Ich muss dieses "Gestern" mal rauslassen. Und los.

Waswardasdenn

Ich hätte nach dem weihnachtsfeierreichen Montag am Dienstag einfach im Bett bleiben sollen. Doch das erste Türchen meines Adventskalenders motivierte zu sehr. Also beging ich den ersten Fehler. Ich stand auf. Nach einem Kaffee folgte dann sogleich der nächste Fehler - ich verließ das Haus! Und das Unglück nahm seinen Lauf.

Kaum ins Auto gestiegen und aus Bamberg rausgefahren, überholte mich ein nagelneuer Audi A9. In Schlangenlinien. Einmal links über den Streifen gefahren, wieder rechts zweimal drübergekommen, ups da war ja ein LKW auf selber Höhe, ach egal. Die blonde Dame am Steuer hatte definitiv ein Problem und hielt sich gefährlich nah in meiner Nähe auf. Super. Beim 100er-Schild entschied sie, mit sich selbst um die Wette zu fahren und den Bleifuß auszupacken. Sie ward nicht mehr gesehen. Ich hoffe, sie ist gut daheim angekommen (oder hat zumindest auf ihrem Weg dahin niemand anderen überfahren).
Wieder etwas beruhigt, setzte ich einige Minuten später zum Lauthals-zum-Radio-Mitsingen an - und wurde jäh unterbrochen. Antenne Bayern sendete die Songs nur noch in Snapchatlänge. Heißt: Zehn Sekunden Dauer, abruptes Ende. Nachrichten zur vollen Stunde wurden übersprungen. Moderatoren hatten Pause. Wirres Musikmashup im Radio. Ich war versucht, mich zu kneifen, tat es nicht.
Stattdessen schaltete ich zu Bayern 3. Ich hörte Matuschke noch sagen "Leute, man hört uns nicht. Die Technik im Studio spinnt. Wir sind nicht drauf." Und ich nur so "ich kann euch hören! bestimmt träume ich, aber ich kann euch hören." Matuschke nur: "Wir wechseln Studio." Stille im Radio. Ein Knacken und die Stimme war wieder da: "Man hört uns, glaube ich, immer noch nicht. (...) Auf jeden Fall ist die Musik, die ich spielen will, nicht da."
Ob ihr es glaubt oder nicht, ich hab es getan. Ich habe ganz alleine im Auto sitzend mit dem Radio gesprochen. "Ich hör euch doch, ihr Affen!" Haben die aber nicht gehört. Ich wollte daraufhin einfach nur in mein Bett. 
Als ich dort dann abends endlich angekommen war, konnte ich nicht schlafen. Aber ist ja klar. Ich hatte das ja gefühlt den ganzen Tag über schon gemacht. Ein Wachtraum. Ein Nicht-Tag. Ich weiß es nicht. Vielleicht bin ich mittlerweile auch einfach nur gewohnt, tagsüber in der Bibliothek zu sitzen und Realitätsflucht zu betreiben. Denn da passiert nichts. Also so gar nichts, worüber man sich ärgern oder wundern könnte. Je öfter ich meinen getippten Text hier lese, desto wirrer kommt mir alles vor. Aber ich lass' das jetzt so stehen. Ich denke, ihr könnt damit umgehen.

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