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Mittwoch, 20. Januar 2016

Mitte der Woche. Butter bei die Fische.

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Es kam mir letzte Woche, als ich eines Nachts durch die dunklen Straßen Bambergs spaziert bin, auf meinem Weg nach Hause. "Ich habe schon lange nichts mehr erzählt", dachte ich. Leider stimmt das. Mein letzter Beitrag ist schon einige Zeit her. Und dann habe ich überlegt, was ich euch überhaupt erzählen könnte. So einfach ist das nämlich nicht. Mein Leben befindet sich aktuell auf der Schnellstraße. Immer weiter, immer schneller, versuchen andere zu überholen, versuchen das nächste Etappenziel zu erreichen. Ich mache mich frühmorgens auf in die Uni-Bibliothek, sitze dort vor meinem Bildschirm, formuliere kluge Sätze und baue sinnvolle Zusammenhänge. Draußen sehe ich die Menschen vorbeihetzen, sehe sie kommen und gehen. Und wenn es dunkel wird, verlasse ich diesen Ort wieder. Ich nenne es "Realitätsflucht". Und zwar eine, die ich noch nicht einmal haben wollte. Neben all dem wichtigen Kram, den es zu erledigen gilt, muss ich mir auch nach wie vor Gedanken über meine Zukunft machen. Ich wünschte, ich bräuchte nur mal einen Tag investieren, mir Gedanken machen und danach wäre alles in trockenen Tüchern. Die Realität sieht klar anders aus - aber man wird ja wohl nochmal träumen dürfen. Was mir gerade auffällt: ich rede total wirr, oder? (L. würde jetzt einschreiten und sagen: "Du redest nicht, du schreibst!", aber das ist dann auch schon egal, oder?)
Das Foto da oben ist übrigens heute entstanden und zeigt Bamberg in seiner aktuellen Pracht. Ich mag den Schnee und ich mag die Kälte. Beides gibt mir zur Zeit angenehme Ruhe neben all den Verpflichtungen. Dieser Beitrag ist übrigens Produkt meines heutigen Motivationslochs, aus dem ich gerade nicht herauskomme. Ich sitze zwar in der Bib, schaue aber lieber aus dem Fenster. Applaus für mich.

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