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Mittwoch, 16. März 2016

Mitte der Woche. Zeit für ein neues Kapitel im Leben.

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Manchmal geht alles ganz schnell. Ich weiß noch, dass ich vor Wochen über meiner Bachelorarbeit saß und über die Zukunft nachgrübelte: "Was kommt eigentlich nach dem Studium?" Da hatte ich noch keine Ahnung und in dieser Schwebe festzuhängen, war ein unglaublich beengendes Gefühl. Ich habe nämlich gerne einen Plan vom Leben und das erste Mal seit langer Zeit hatte ich den nicht. Aus meinem Freundeskreis befanden sich damals viele in der selben Situation und wir witzelten pessimistisch schon "Hartz IV und der Tag gehört dir." Auch in der aussichtslosesten Situation noch scherzen, ihr kennt das. Und dann ging alles ratzfatz. Auf meine im Januar in der Bib verfassten Bewerbungsschreiben ("Ah, guck, das klingt toll! Da will ich hin!") folgte plötzlich eine Einladung, eine weitere, die nächste und dann noch eine: Ich fuhr nach München, Köln, skypte nochmal mit München und fuhr danach erneut in die bayerische Hauptstadt. Vier Bewerbungsgespräche in zwei Wochen, ich dachte ich spinne. Und dann hieß es "Warten".

So schnell konnte ich gar nicht gucken - so fühlt es sich zumindest im Nachhinein an - schon hatte ich die Zusage für Köln. Ja, ich werde für sechs Monate bei einer Fernsehproduktionsfirma arbeiten, für ein Format, das nachmittags auf VOX läuft und sicher ein paar von euch kennen. Sechs Monate jedes Wochenende drehen und in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs sein, darauf freue ich mich wie Bolle! Denn ja: das ist ein richtiger Job. Kein Praktikum. Also genau das, was ich wollte. Mit der Erfahrung, die ich dort sammeln werde, geht's dann erst richtig los.

Und dann folgte der zweite Streich: wir haben am Wochenende tatsächlich die 200.000 Klicks auf dem Blog geknackt. Ihr seid wirklich verrückt! Es macht so viel Spaß mit euch, das könnt ihr gar nicht glauben. Ja, ich bin immer noch kein "Influencer", ich springe nicht von Event zu Event und man schickt mir auch keine Chanel-Taschen zu. Aber wisst ihr was? Vollkommen wurscht! Meine Arbeit zieht langsam Kreise und für 2016 stehen tolle Projekte an.

Zu guter Letzt - ich bin endlich fertig. Ich habe es endlich geschafft. Die Bachelorarbeit ist abgegeben. Seit Montag sitzt mir keine Abgabefrist mehr im Nacken. Was bin ich froh, dass ich das endlich abgehakt habe. Am Wochenende hätte ich nach etlichen Stunden Feinschliff am liebsten alles niedergebrannt (ich übertreibe zur Abwechslung mal nicht) und hatte die schlechteste Laune meines Lebens. Ich möchte meine Arbeit nie wieder aufschlagen. Die Angst, noch einen hässlichen Fehler zu finden, ist einfach zu groß und meine Laune zu gut. Was in nächster Zeit komisch wird: ich bin dann kein Student mehr. Vielleicht sollte ich die freien Tage also nochmal dazu nutzen, um das Studentenleben zu zelebrieren: wach bleiben bis die Wolken wieder lila sind, schlafen bis 14.30 Uhr, das Müsli mit Bier statt Milch essen, Klopapier im Kino klauen und zum Mittagessen in die Mensa gehen (manches davon ist natürlich frei erfunden, manches ... nicht).

Eines ist klar. Das neue Kapitel meines Lebens kann beginnen. 
Ich wäre jetzt startklar.
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1 Kommentar:

  1. Ich bin schon gespannt was noch von dir kommen wird! Und viel Spaß bei deinem Job in Köln, klingt wirklich gut (:

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Sahnehäubchen sind natürlich immer gerne gesehen :)