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Dienstag, 10. Mai 2016

Das Gefühl in meinem Bauch - ich hab Gänsehaut.

Herzenstext_bearbeitet-1
Ich wollte darüber schreiben, wie es sich anfühlt, wenn man plötzlich zwei Zuhause hat. Zwei, die auf einmal wirklich weit voneinander entfernt liegen. Wo man nicht eben sagen kann: "Ich bin in 20 Minuten da, schön, dass es so spontan klappt." Zwei Zuhause, zwischen denen mindestens vier Stunden Reise liegen. Zwei, die mit Herzensangelegenheiten verbunden sind und mich beide erfüllen.
Ich wollte darüber schreiben, doch ich kann es nicht. Weil ich es nicht wirklich in Worte fassen kann.
In den letzten Wochen ist so viel passiert, dass ich noch immer am Sortieren meiner Gedanken bin. Sie sind genau so unaufgeräumt wie die Kartons, die nach wie vor in meinem Kölner 13-qm-Zimmer stehen. Unausgepackt, den Weg versperrend, Unruhe stiftend. 
Ich habe plötzlich einen Job. Aber noch immer keine Bachelornote. Ich fühle mich noch immer wie ein Student. Aber habe nun einen geregelten Tagesablauf. Ich bin in eine neue Stadt gezogen. Aber noch nicht so richtig eingezogen. Ich bin gerne hier. Wäre aber gerne dort. Dort hinten. Und wenn ich dort hinten bin, möchte und muss ich wieder hierher zurück.
Ich möchte es nicht als Zerrissenheit sehen. Ich sehe es als Reise, auf der ich nur das tue, was ich wirklich tun möchte. Das war mein guter Vorsatz für dieses Jahr und den halte ich seit gut fünf Monaten ein. Es soll also eine Reise sein, auf der ich gute Momente sammle und Pause mache, wenn ich nicht mehr möchte. Eine Reise, auf der ich plötzlich nicht mehr Zeit für alle habe und es nicht alle verstehen werden. Aber es ist auch eine Reise, auf der ich mich nicht ständig dafür rechtfertigen möchte, dass ich manche Dinge tue und manche Dinge lasse. Dafür ist alles gerade viel zu aufregend. 
Das Gefühl in meinem Bauch - ich hab Gänsehaut.

Diesen Text habe ich nun mehrmals selbst gelesen. Er ist ein wenig wirr, aber die Gedanken möchten nun mal an die frische Luft und hier aufs Papier. Und ich wollte von mir hören lassen, auch wenn ich meine privaten Dinge nicht ausbreiten möchte. "Ich weiß nie so richtig, was du sagen möchtest", sagte mir mal ein Mensch von früher. Doch ich weiß, dass da draussen so einige sind, die mich verstehen. Und für die lieben Worte in den letzten Wochen möchte ich mich bei euch bedanken. Das geht an euch: D A N K E, dass ihr noch immer bei meinen wirren Gedanken dabei seid und mich lest. Ihr glaubt gar nicht, wie gut das tut.

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1 Kommentar:

  1. Als ich vor zwei Jahren aus meinem Auslandsjahr zurückgekehrt bin, da hat sich ds so ähnlich angefühlt. Man kann nicht alles sofort abschließen. Manche Kapitel müssen reifen, damit man das Buch zuklappen kann. Dieser Zwischenzustand ist ganz normal und geht vorbei. Dir alles Liebe und weiterhin gutes Eingewöhnen!

    Liebe Grüße,
    Malika

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